Biogas-Flexibilisierung: Fadenriss verhindern

Unsicherheit durch Flexprämien-Deckel - Verlust von Fördermitteln droht

  • Ambitionierte Projekte brauchen langen Vorlauf: Planung, Genehmigung, Störfallverordnung, Finanzierung
    - diese Projekte werden jetzt nicht mehr gestartet
  • Vorwiegend „kleine“ Flexibilisierungen schöpfen aber den übrigen Teil des Deckels aus, obwohl sie energiepolitisch nicht effizient sind
  • Bis 1.350 MW erreicht sind, betrifft das ca. 600 MW Zubau. Je MW Zubau = 1,3 Mio. Flexprämie

Drohender Verlust für EEG-Umlage (ca. 800 Mio. €) kann durch rechtzeitigen Wegfall des Flex-Deckels vermieden werden.

Problem 2:

Frühflexibilisierung –Nachbesserung erwünscht

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  • ca. 55 % der Biogasanlagen sind „in der Flexprämie“
  • Davon haben über 80 % keinen oder zu geringen Zubau (wg. Rechtsrahmen, Verunsicherung, fehlenden Marktanreizen)
  • ca. 2.200 Anlagen mit 1,2 GW = 35 % des Anlagenbestands haben vor 1.8.2014 Flexprämie angemeldet, Zubau etwa 430 MW (+ 30 % im Mittel)
  • 1.321 Anlagen mit 0,7 GW = 20 % des Anlagenbestands haben seit 1.8.2014 (im Deckel) Zubau von 570 MW (+ 87 % im Mittel) davon 76 % bis Leistungsverdoppelung (Zubau < 1,2-fach)
  • Erst seit EEG 2017 wurde die konsequente Flexibilisierung möglich und attraktiv, aber die Restlaufzeit reicht nicht mehr, weil die 10-Jahre-Förderperiode z.T. seit 2014 läuft
  • Währenddessen nähert sich der Flexdeckel.

Für die Erschließung des kostengünstigen Flex-Potenzials der Biogas-BHKW sollten „Früh-Flexibilisierer“ eine zweite Chance bekommen

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